Samstag, 17. Oktober 2009

As time goes by...

Tja, nun ist es schon eine ganze Weile her, dass ich hier das letzte Mal von meinen Erlenissen erzählt habe. In der Zwischenzeit ist natürlich wahnsinnig viel passiert. Ich habe nicht nur in meiner Umgebung gut Fuß gefasst, sondern auch London näher kennengelernt. An der Schule fühle ich mich auch so langsam heimisch und der erste Urlaub ist geplant. Da wäre also zunächst mal: 1. London und Umgebung
Man kann nur jedes Mal wieder staunend nach Hause fahren, weil einem bewusst geworden ist, wie viel es eigentlich zu sehen und zu tun gibt. Ich habe bisher die National Galery, die Ausstellung in der British Library (Beethovens Stimmgabel inklusive!) sowie das Natural History Museum betreten und jeweils nicht annähernd die Hälfte angeschaut. Der Vorteil ist natürlich, dass Museen dieser Art (will sagen: NICHT Madam Tussaud's oder so) hier sympathischerweise umsonst sind! Und da ich ja schließlich keine Touristin bin, kann ich an alle diese Orte nochmal wiederkehren - bei schlechtem Wetter! So wie das Wetter nämlich momentan ist, macht man lieber folgendes: Hyde Park besuchen, durch den St James Park spazieren oder im Regents Park faulenzen. EIne tolle Verbindung von moderner Kunst und Natur bietet im Übrigen der Hyde Park mit der Serpentine Gallery. Nicht zu vergessen natürlich auch, dass man hervorragend die Oxford Street, den Piccadilly Circus oder ähnliche Touristen-Hochburgen begehen kann. Man beachte: Besser nicht am Wochenende! Einige hervorragende Abendbeschäftigungen bieten sich freilich auch. Darunter bisher: Konzert mit dem London Symphony Orchestra im Barbican Centre, Ballett im Sadler's Wells sowie eine Art inszenierter Liederabend in einem kleinen "Nebentheater" des Royal Opera House. Als ich versucht habe, für nächsten Samstag Karten für "Carmen" zu bekommen, stellte ich leider fest, dass das wohl schon ausverkauft ist. Mag daran liegen, dass Elina Garanca die Titelrolle singt... 2. Apart from London Abgesehen von der spektakulären Inselhauptstadt habe ich es mittlerweile auch mal zu einem anderen berühmten Ort geschafft: Cambridge. Ich kann nur sagen: Wer dort studiert, der ist nicht nur offensichtlich einigermaßen begabt, sondern hat auch ansonsten ziemlich Glück. Die Stadt bietet wunderschöne alte Architektur - unter anderem eben genau die Colleges, in welchen sich die intelligente Prominenz ausbilden lies. Zudem ist sie auch ziemlich grün mit einem entzückenden Kanal, über welchen sich noch entzückendere Brücken schwingen. Und wenn man davon noch nicht genug befriedigt ist, dann lohnt es sich auch, einen Shoppingtrip dorthin zu wagen. Die Auswahl an kleinen und größeren Geschäften - Marken, Ketten sowie Boutiquen - kann sich sehen lassen. Aber was kann man hier wohl am besten kaufen? BÜCHER! Ich sage nur folgendes: 3 Stück für je 1 Pfund! 3. Settling in Aber selbstverständlich bin ich nicht nur die ganze Zeit auf Reisen. Ich halte mich natürlich auch des öfteren "zu Hause" auf und verbringe einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit in der Schule. An beiden Orten habe ich mich mittlerweile so gut eingelebt, wie man das in einem knappen Monat eben kann. In meinem Bett schlafe ich wie ein Stein, ich kann die Haustür problemlos auf- und abschließen (das war nicht von Anfang an so!) und mein Zimmer ist einigermaßen persönlich hergerichtet. An der Schule klappt auch alles immer besser. Ich finde die Räume mittlerweile eigenhändig und verlaufe mich nicht mehr zwischen den verschiedenen Gebäuden. Auch ist es mir endlich gelungen, meine Fingerabdrücke zu registrieren, mit denen ich nämlich mein Mittagessen bezahlen kann! Womit ich mich jedoch noch weiterhin beschäftigen muss, ist das Lernen der Namen aller Schüler. Aber ich habe ja noch gute 7 Monate Zeit...