Kaum hatte man angefangen zu arbeiten, da hörte man auch schon wieder auf: Nach nichtmal einem Arbeitsmonat hatten wir eine Woche Ferien. Half-term, wie man hier so schön sagt. Die Versuchung war natürlich groß, in dieser Zeit die geliebte Heimat zu besuchen. Aber, dachten wir uns, man muss seine Chancen ja auch nutzen! Also habe ich mit vier weiteren Deutschen Fremdsprachenassistentinnen hier aus der Gegen kurzum einen Urlaub gebucht.
Dieser Urlaub führte uns dann zunächst für zwei Nächte - und natürlich die dazugehörigen Tage - nach Cardiff. Da wir vorher noch nie in Wales gewesen waren, bot es sich ja quasi an, den Anfang in der noch ziemlich jungen Hauptstadt zu machen. Hierbei handelt es sich zwar nicht unbedingt um eine außergewöhnlich schöne Stadt, aber zu sehen und zu tun fanden wir trotzdem reichlich. Am meisten beeindruckt hat uns das Schloss, Cardiff Castle (s. Bild 1), welchem wir gleich in den ersten Stunden einen längeren Besuch abstatteten. Die dazugehörigen Gebäude und die gesamte Anlage sehen nicht nur ausgesprochen hübsch aus, man kann auch einiges über die Geschichte des Landes lernen, wenn man sich per Audiotour anhört, wer das Gebäude zu welcher Zeit womit und warum erweitert, abgerissen oder verändert hat. (Audiotour auf Englisch versteht sich, wir wollen ja die Sprache lernen!)
Mittwoch, 4. November 2009
My wonderful holiday trip
Samstag, 17. Oktober 2009
As time goes by...
Tja, nun ist es schon eine ganze Weile her, dass ich hier das letzte Mal von meinen Erlenissen erzä
hlt habe.
In der Zwischenzeit ist natürlich wahnsinnig viel passiert. Ich habe nicht nur in meiner Umgebung gut Fuß gefasst, sondern auch London näher kennengelernt. An der Schule fühle ich mich auch so langsam heimisch und der erste Urlaub ist geplant. Da wäre also zunächst mal:
1. London und Umgebung
Man kann nur jedes Mal wieder staunend nach Hause fahren, weil einem bewusst geworden ist, wie viel es eigentlich zu sehen und zu tun gibt. Ich habe bisher die National Galery, die Ausstellung in der British Library (Beethovens Stimmgabel inklusive!) sowie das Natural History Museum betreten und jeweils nicht annähernd die Hälfte angeschaut. Der Vorteil ist natürlich, dass Museen dieser Art (will sagen: NICHT Madam Tussaud's oder so) hier sympathischerweise umsonst sind! Und da ich ja schließlich keine Touristin bin, kann ich an alle diese Orte nochmal wiederkehren - bei schlechtem Wetter! So wie das Wetter nämlich momentan ist, macht man lieber folgendes:
Hyde Park besuchen, durch den St James Park spazieren oder im Regents Park faulenzen. EIne tolle Verbindung von moderner Kunst und Natur bietet im Übrigen der Hyde Park mit der Serpentine Gallery.
Nicht zu vergessen natürlich auch, dass man hervorragend die Oxford Street, den Piccadilly Circus oder ähnliche Touristen-Hochburgen begehen kann. Man beachte: Besser nicht am Wochenende!
Einige hervorragende Abendbeschäftigungen bieten sich freilich auch. Darunter bisher: Konzert mit dem London Symphony Orchestra im Barbican Centre, Ballett im Sadler's Wells sowie eine Art inszenierter Liederabend in einem kleinen "Nebentheater" des Royal Opera House. Als ich versucht habe, für nächsten Samstag Karten für "Carmen" zu bekommen, stellte ich leider fest, dass das wohl schon ausverkauft ist. Mag daran liegen, dass Elina Garanca die Titelrolle singt...
2. Apart from London
Abgesehen von der spektakulären Inselhauptstadt habe ich es mittlerweile auch mal zu einem anderen berühmten Ort geschafft: Cambridge. Ich kann nur sagen: Wer dort studiert, der ist nicht nur offensichtlich einigermaßen begabt, sondern hat auch ansonsten ziemlich Glück. Die Stadt bietet wunderschöne alte Architektur - unter anderem eben genau die Colleges, in welchen sich die intelligente Prominenz ausbilden lies. Zudem ist sie auch ziemlich grün mit einem entzückenden Kanal, über welchen sich noch entzückendere Brücken schwingen. Und wenn man davon noch nicht genug befriedigt ist, dann lohnt es sich auch, einen Shoppingtrip dorthin zu wagen. Die Auswahl an kleinen und größeren Geschäften - Marken, Ketten sowie Boutiquen - kann sich sehen lassen. Aber was kann man hier wohl am besten kaufen? BÜCHER! Ich sage nur folgendes: 3 Stück für je 1 Pfund!
3. Settling in
Aber selbstverständlich bin ich nicht nur die ganze Zeit auf Reisen. Ich halte mich natürlich auch des öfteren "zu Hause" auf und verbringe einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit in der Schule. An beiden Orten habe ich mich mittlerweile so gut eingelebt, wie man das in einem knappen Monat eben kann.
In meinem Bett schlafe ich wie ein Stein, ich kann die Haustür problemlos auf- und abschließen (das war nicht von Anfang an so
!) und mein Zimmer ist einigermaßen persönlich hergerichtet.
An der Schule klappt auch alles immer besser. Ich finde die Räume mittlerweile eigenhändig und verlaufe mich nicht mehr zwischen den verschiedenen Gebäuden. Auch ist es mir endlich gelungen, meine Fingerabdrücke zu registrieren, mit denen ich nämlich mein Mittagessen bezahlen kann! Womit ich mich jedoch noch weiterhin beschäftigen muss, ist das Lernen der Namen aller Schüler. Aber ich habe ja noch gute 7 Monate Zeit...
Sonntag, 27. September 2009
My first day in the city
Da ich ja momentan noch nicht offiziell zu arbeiten habe, war es am Donnerstag dann an der Zeit, mich gebührend vom Nichtstun abzulenken. Und wie sollte das leichter gehen als mit einem ersten Ausflug nach London?!
Nach langem Suchen (man hat ja doch einige Auswahmöglichkeiten dort...) habe ich mich dann für die Camden Markets als Reiseziel entschieden. Und gerade, weil das Wetter hier zur Zeit noch so ausgesprochen schön und warm ist, stellte sich dies als gute Entscheidung heraus. Nachdem ich schon den "Camden Market" beeindruckend vollgestellt fand, wurde ich von der Größe des "Camden Lock Market" umso mehr überrascht. Aber dieser wundervolle Markt ist nicht nur riesig, er ist auch ausgesprochen schön gelegen - direkt am Kanal (lock = Schleuse) und bietet eine derartig vielfältige Auswahl an niedlichen kleinen Ständen, dass ich mich problemlos 3 Stunden lang dort herumgetrieben habe. Schmuck, Kerzen, Seifen, Bücher, mehr Schmuck, Kleidung, Deko, noch mehr Schmuck sowie - natürlich - zahlreiche Essensstände erforderten ganz shcönes Durchhaltevermögen im Nichtkaufen
.
Aber trotz allem hieß es irgendwann Weiterziehen. Und zwar mit einem kleinen Spazier
gang zum Primrose Hill, von wo aus man einen herrlichen Blick über London hat. Nach meinem langen Rumlaufen war hier dann auch eine Pause nötig: Ins Gras setzen und Jane Austen lesen. Warum macht man sowas eigentlich zu Hause so selten?
Mit frisch getankten Kräften ging der Spaziergang dann weiter durch den Regent's Park. Zunächst indet man hier nur viel Grünlächen, die für's Fussballspielen hervorragend geeignet sind. Sie sehen jedoch nicht besonders schön aus... Wenn man dann jedoch Queen Mary's Gardens erreicht hat, wird man für alles entschädigt. Genaueres will ich dazu gar nicht sagen, außer: Es gibt schon wirklich unglaublich viele verschiedene Rosenarten - und dann auch noch mit so seltsamen Namen...
Des weiteren empfehlenswert sind dann auch auf jeden Fall noch d
ie Wildlife Gardens. Aber nun genug des Schwärmens...
Zum würdigen Abschluss dieses Tages habe ich mich dann mit Meike und Franzi getroffen - wirklich gut, Menschen zu treffen, mit denen man sich austauschen kann! Da fühlt man sich gleich mehr zu Hause! Danke dafür!
Donnerstag, 24. September 2009
It's different over here...
Also, dass hier auf der anderen Straßenseite Auto gefahren wird, das war mir ja bewusst. Aber es ist und bleibt TROTZDEM seltsam! Wenn ich bei jemandem im Auto mitfahre, denke ich beim Abbiegen immer, dass uns gleich einer in die Seite kracht. Ganz schön anstrengend, diese Aufregung!
Aber auch abgesehen davon ist es schon ein wnei anders hier drüben. Da kann man noch so lange davon reden, dass ich ja immer noch in Westeuropa bin. Es ist eben doch eine Insel mit ihren ganz eigenen Regeln.
Zuerstmal gibt es hier ja keinen Euro (Frechheit!) und zudem schreiben die hier anscheinend auf ihre Geldscheine. Beim Geld abheben gestern bekam ich gleich mehrere 20 Pfund Scheine, auf denen Kugelschreiber-Kritzeleien waren...
Dann ist da die Klospülung, die man glaube ich nicht verstehen kann. Man kann nur hoffen, dass sie so, wie man sie benutzt, funktioniert.
Die Haustür befremdet mich auch ein wenig, sie hat nämlich keine Klinke...
Und zu guter Letzt muss noch erwähnt werden, dass es beim Sainsburys doch allen Ernstes solche Massen an Tee zu kaufen gibt, dass sie den Namen "tea bags" wirklich verdienen.
Ich verbleibe mit der Hoffnung, dass ich in den nächsten Tagen den komischen Verkehr überleben und hoffentlich noch viele andere, interessante Dinge zu sehen bekomme, die eben einfach "different" sind.
Mittwoch, 23. September 2009
Journey completed!
Montag, 21. September 2009
Countdown
Nun sind es keine 24 Stunden mehr (voraussichtlich), bis ich in einem anderen Land bei einer fremden Frau in einem unbekannten Zimmer sitzen werde.
Der morgige Tag wird dann in etwa so aussehen:
14:30 Uhr das Haus verlassen
14:37 Uhr die U-Bahn kriegen
15:24 Uhr in den ICE steigen
17:05 Uhr in Hannover vielleicht die S-Bahn erwischen (vielleicht aber auch nicht, wegen Bauarbeiten - dann 30 Minuten später)
17:23 Uhr (oder 30 Minuten später) Ankunft am Flughafen
ab 17:45 Uhr Check In
bis 19:30 Uhr seeeeehr viel Zeit
19:45 Uhr huuiii, das Flugzeug fliegt
20:10 Uhr (Achtung, Zeitverschiebung!!!) Ankunft in London Stansted
--> auf Gepäck warten
--> meinen Betreuungslehrer = Abholer finden
ca. 21:30 Ankunft bei Kathy Larkins
und dann? Keine Ahnung...
Soweit die Planung. Wie es dann tatsächlich läuft wird sich im Laufe des Tages herausstellen. Es scheint ein Tag mit viel Leerlauf und viel rumsitzen zu werden (ICE, Straßenbahn, auf dem Flughafen, im Flugzeug), aber vielleicht hat das auch sein Gutes. Schließlich ist die ganze Sache schon aufregend genug...
Kurzum: Alle, die mit mir mitfiebern wollen sind herzlich eingeladen!
Donnerstag, 20. August 2009
Herzlich Willkommen!
Noch weile ich in heimischen Landen und werde nicht von einer fremden Umgebung abgelenkt. Ein guter Zeitpunkt also, um einige Minuten mit der Erstellung meines ersten eigenen Blogs zu füllen. Der Anlass liegt noch einen guten Monat entfernt: Am 22. September geht mein Flug von Hannover nach London-Stansted. Dort heißt es dann erstmal eingewöhnen bevor ich meine 8monatige Fremdsprachenassistenz dort starte. Aber das soll soweit reichen für meinen ersten "Probe"-Post. Vielen Dank an alle, die sich hierfür, ergo für mein bescheidenes Dasein, interessieren.
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